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Katrin macht Franzi naß
26jährige Riesaerin ist "Miss Butterfly" der Titelkämpfe / Gold auch für Kruppa
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Von Uwe Wicher
Katrin Meißner, Siebente des Finals über 100 m Schmetterling, fiel nach dem gestrigen Rennen Katrin Jäke um den Hals. "Du bist der Held", rief die Berlinerin und gratulierte auf diese Art der dreifachen Titelgewinnerin der 111. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen. Die 26jährige Riesaerin hatte in der Leipziger Uni-Schwimmhalle die Konkurrenzen über 50, 100 und 200 m Schmetterling deutlich dominiert, dabei sogar zweimal die Berlinerin Franziska van Almsick naß gemacht. Jäke holte auch Medaillen über 400 m (Silber) und 200 m (Bronze) und avancierte damit neben der vierfachen Meisterin Sandra Völker (Hamburg) zur erfolgreichsten Starterin in Leipzig.
"Das ist der Hit", sagte freudestrahlend "Miss Butterfly" am Sonntag nachmittag nach dem 100-m-Wettkampf, in dem sie sich mit der persönlichen Bestzeit von 1:00,61 Minuten auf Platz fünf der aktuellen Weltrangliste schob. Franzi van Almsick mußte in der Schlußphase sogar noch die 16jährige Annika Mehlhorn (Baunatal) vorbeiziehen lassen und verpaßte somit die EM-Nominierung für diese Strecke. "Mit diesen Leistungen kann ich in Istanbul in Medaillenbereiche kommen", prophezeite voller Optimismus Katrin Jäke.
Ebenfalls klar setzte sich Jens Kruppa im Finale über 200 m Brust durch. "Mir fehlte mehr Druck von der Konkurrenz. In Istanbul hoffe ich, 2:13 bis 2:14 Minuten schwimmen zu können, dann wäre ich an der internationalen Spitze dran", kommentierte der Riesaer, der am 6. Juni seinen 23. Geburtstag feiern wird, die knapp über der EM-Norm (2:16,40) liegenden Siegerzeit von 2:17,09. Für Kruppa war es der zweite 99er Titel nach dem Sieg auf der 100-m-Brust-Strecke, "die für mich nach wie vor die Nummer eins ist".
Mit einem Paukenschlag meldete sich Andre Weinert bei seinem künftigen Verein, dem SC Riesa, an. Der 19jährige Noch-Erfurter, laut Trainer Uwe Neumann eines der größten deutschen Schmetterling-Talente, unterlag im Finale mit 24,71 Sekunden nur knapp dem Favoriten Thomas Rupprath (Neuss/24,68). Da Weinert mit persönlicher Bestzeit die EM-Norm schaffte, muß er jetzt seine mündliche Abiturprüfung verlegen lassen. "Nachdem ich schon im Vorlauf Bestzeit geschwommen war, mußte ich im Finale nur noch einen klaren Kopf behalten", sagte der junge Mann, der Ende August nach Sachsen wechseln wird. Erst heute wird eine Trainerkommission des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) über das endgültige Aufgebot für die EM in Istanbul beraten.

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