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Leipzig.
Das Lob für Katrin Jäke gab es von höchster Stelle. Weltspitzenleistungen hätte die
Schmetterlingsspezialistin aus Riesa in Leipzig geboten, anerkannte Winfried Leopold, der
Teamchef des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Auch Sandra Völker (Hamburg), Anke
Buschschulte (Magdeburg), Cathleen Rund (Berlin) und Mark Warnecke (Essen) haben die
Forderung Leopolds, bei den Deutschen Meisterschaften "einen Ruck nach vorne" zu
vollziehen, erfüllt.
"Trotz des Handicaps einer Sehnenentzündung in der linken Schulter ist Katrin in
allen drei Schmetterlingsdisziplinen Bestzeiten geschwommen, mit denen sie sich
international in der Spitze einrangiert", sagte Uwe Neumann, der Trainer vom SC
Riesa. Die 26jährige hat zudem über 200 m Schmetterling (2:10,18) eine der längsten
Serien in den 90er Jahren im deutschen Schwimmsport aufgestellt. Seit 1990 holte sie sich
zum achten Mal den Titel, den siebenten in Folge seit 1993. "Wir haben in der
Vorbereitung, die schon auf Olympia 2000 zielt, vieles neu gemacht, waren im
Höhentrainingslager, sind auch Ski gefahren", nannte Jäke Gründe für ihre enorm
verbesserte Schnelligkeit, die sie auch über 50 m (27,67) und 100 m (1:00,81/Vorlauf und
1:00,61/Finale) bestätigte.
Jens Kruppa, der über 50 m Brust mit 28,55 Sekunden schneller als bisher war, erfüllte
ebenfalls die Erwartungen seines Trainers. "Er mußte sich durchbeißen, denn ihm
fehlt noch Kraft, weil er im Brustschwimmen mehrere Kilometer Trainingsrückstand
hat", erklärte Neumann, der seinen beiden Stars zur EM Ende Juli in Istanbul noch
Steigerungen zutraut. Nicht so im Rampenlicht stand in Leipzig Stefanie Brückner.
"Sie braucht noch Zeit", meinte der Trainer über die 17jährige, die erstmals
ein Höhentraining absolviert hatte. Immerhin kehrt sie mit zwei neuen persönlichen
Bestzeiten nach Riesa zurück: 34,05 (50 m Brust/11. Platz) und 1:14,27 (100 m Brust/12.).
(SZ/uw)



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