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Die Rückkehr alter Bekannter - Der belastete Schwimmtrainer Neumann  steht wieder am Beckenrand
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München – Fast unbemerkt kehrte am vergangenen Wochenende ein alter Bekannter in den Clan ostdeutscher Trainer zurück, der dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) seit 1990 Athleten und Medaillen zuführt. Im Berliner Dopingprozeß, gestützt auf die Recherchen der Zentralen Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität (Zerv), stand auch Volker Frischke unter Verdacht. Der Coach soll im Betrugssystem der erloschenen DDR Minderjährigen Oral-Turinabol verabreicht haben. Bei der 111. Nationalen Meisterschaft in Leipzig betreute Frischke von Donnerstag bis Sonntag wieder offiziell seine Klientin Kerstin Kielgaß am Beckenrand. Sein Verfahren wurde vor einem Monat eingestellt. Zwar erkannte der Richter eine geringe Schuld, doch die konnte Frischke gegen ein Bußgeld von 5000 Mark begleichen.

Ein lohnendes Urteil. Als Frischke 1997 von der Berliner Staatsanwaltschaft angeklagt wurde, kündigte der DSV sein Arbeitsverhältnis und verlor in erster Instanz; wegen formaler Fehler. Inzwischen haben sich die Parteien außergerichtlich geeinigt. Ein Verbandspapier informiert, daß Frischke „mit Wirkung zum 31. Dezember 1997 aus den Diensten des DSV ausgeschieden" sei, garantiert dem Entlassenen allerdings „zukünftig finanzielle (. . .) Unterstützung für seine Stützpunkttätigkeit (. . .) beim Verein Wfr. Spandau 04 (. . .)".

Auch anderen Zöglingen des spritzigen ostdeutschen Sportes wollen die Schwimmfunktionäre auf die Beine helfen. Wenn sich ein Teil der Nationalmannschaft demnächst in der Sierra Nevada auf die EM (Istanbul, Ende Juli) vorbereitet, steht Uwe Neumann wieder mit Stopuhr am Beckenrand. Neumann, der Stasi-Informant „Holbert", betreut in der Höhe Spaniens fünf Kandidaten, die den DSV europäisch aussichtsreich vertreten sollen. Obwohl der als kompetent eingestufte Trainer nach Faktenlage im September ein Verfahren wegen Körperverletzung fürchten muß, hält der DSV an ihm fest. Aber nur privat, versichert DSV-Vizepräsident Sven Baumgarten, reise Neumann mit der Gruppe in die Berge. Und noch „wird geklärt", ob er finanzielle Unterstützung erhalte. Baumgarten möchte beim Innenministerium nachfragen und beim Deutschen Sport-Bund. Denn Geld bekommt der DSV noch immer von DSB und BMI. chk

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