| Deutsche
Meisterschaften Das alte Lied van Almsick im Vorlauf raus - Völker vor drittem Titel |
||
| Was ist neu? Allgemein Schwimmen Synchronschwimmen Wasserball Wasserspringen Masters Breiten-, Freizeit- Gesundheitssport Lehrwesen Schwimmbezirke Links
|
Nachrichten - www.sport.de Samstag, 29. Mai 1999 - 13:49h Das alte Lied van Almsick im Vorlauf raus - Völker vor drittem Titel Leipzig - Schwimm-Star Franziska van Almsick hat wieder einmal im Vorlauf zu hoch gepokert und mußte auf dem Weg zum Traumziel Sydney einen herben Rückschlag hinnehmen. Die 21 Jahre alte Berlinerin scheiterte heute bei den 111. deutschen Meisterschaften in Leipzig ausgerechnet in ihrer Paradestrecke, den 200 m Freistil. Nur die neuntschnellste Zeit schaffte die Weltrekordhalterin im Vorlauf. Damit ist nicht nur die Chance zur Titelverteidigung dahin, sondern auch die äußerst wichtige Qualifikation für die Europameisterschaften Ende Juli in Istanbul, die der letzte große internationale Test vor den Olympischen Spielen in Sydney sind. «Was soll ich denn jetzt sagen, was wollen Sie denn von mir hören», fertigte Franziska van Almsick, die noch in der vergangenen Woche unter einer hartnäckigen Erkältung litt, die wartenden Journalisten ab. Nachdem sie in äußerst schwachen 2:04,75 Minuten angeschlagen hatte, verzog sich die Weltmeisterin von 1994 und Weltrekordlerin (1:56,78) eilig ins Ausschwimmbecken. «Von allen Wettbewerben ist es im Unvorstellbarsten passiert - und das nach den Erfahrungen der letzten Jahre», sagte Manager Werner Köster kopfschüttelnd. 1994 hatte die damals 16jährige bei der WM in Rom ebenfalls das Finale verpaßt. Mannschaftskollegin Dagmar Hase (Magdeburg) gab ihren Startplatz damals ab und Franziska van Almsick gewann in Weltrekordzeit die Goldmedaille. Nur ein Jahr später bei der EM in Wien passierte ihr dasgleiche Malheur. Diesmal zog niemand zurück und die Weltbestzeit im B-Lauf interessierte niemanden mehr. «Das Risiko, das man im Vorlauf eingeht, spart ja auch keine Kraft», sagte Köster, der mangelnde Wettkampfpraxis als einen möglichen Grund für die Fehlleistung vermutete. In diesem Jahr hatte sich die Berlinerin bisher für ein intensives Trainingsprogramm entschieden und war nur im Februar beim Kurzbahn-Meeting in Gelsenkirchen sowie Anfang April bei einem unbedeutenden Schwimmfest in Hamburg auf den Startblock geklettert. Noch am Donnerstag hatten die Meisterschaften mit dem zweiten Platz über 100 m Freistil für Franziska van Almsick gut begonnen. Dauerkonkurrentin Sandra Völker aus Hamburg zog im 50-m-Freistil- Sprint dagegen souverän als Vorlaufsschnellste in 26,10 Sekunden in das Finale ein und steht nach den Siegen über 100 m Freistil und 50 m Rücken bereits vor ihrem dritten nationalen Titel. (dpa) Sächsischer Schwimm-Verband e.V., Marschnerstraße 29, 04109 Leipzig |