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Mark Warnecke mit Deutschem Rekord |
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Leipzig (dpa) - Weltjahresbestzeit und Deutscher Rekord: Mark Warnecke präsentiert sich rechtzeitig vor den Schwimm- Europameisterschaften Ende Juli in Istanbul in Topform. Bei den Deutschen Meisterschaften am Freitag in Leipzig verbesserte der Essener seine eigene Bestmarke über 50 m Brust mit «Abbremsen» um zwei Hundertstelsekunden auf 27,73 Sekunden. Der für das Finale angekündigte Weltrekord (27,61) fiel ins Wasser. Die 27,92 reichten nur zum Meistertitel. Den Titel über 50 m Rücken sicherte sich Steve Theloke (Chemnitz) in der Weltjahresbestzeit von 26,04 Sekunden. Sandra Völker (Hamburg) eroberte sich einen Tag nach ihrem Sieg über 100 m Freistil in der Weltjahresbestzeit von 1:01,63 Minuten über 100 m Rücken den zweiten Titel. Damit hatte sie das EM-Ticket ebenso sicher wie die zweitplacierte Titelverteidigerin Antje Buschschulte (Magdeburg/1:02,42). «Die Tatsache, daß ich sehr gut trainiert habe und weiß, daß ich gut schwimmen kann, läßt einen sicherer werden», sagte Sandra Völker im Ziel. Für Monte Carlo in zwei Wochen kündigte sie einen Weltrekordversuch an. Dann kann sie 30 000 Mark verdienen. Sie weiß aber auch: «Man steht immer unter Druck.» Superstar Franziska van Almsick mußte sich vom Schnupfen geplagt über 50 m Schmetterling mit einem enttäuschenden fünften Platz begnügen. Zu wenig für ein EM-Ticket. Wortlos und wütend verließ die Berlinerin das Becken. Vom Vorlauf-Rekord war Mark Warnecke selbst am meisten überrascht. «Wenn ich geahnt hätte, daß ich so schnell sein würde, hätte ich nicht bei 35 Metern das Tempo rausgenommen. Ich habe die letzten Meter nicht mit voller Kraft durchgezogen», stellte er fest. An Land setzte er sich ein großes Ziel. «Ich denke, ich kann noch drei bis vier Zehntelsekunden abbauen. Den Weltrekord hebe ich mir für das Finale auf.» Der 29 Jahre alte Medizinstudent konnte seinen Plan aber nicht in die Tat umsetzen. «Ich hätte mich sehr gefreut, wenn es Weltrekord gewesen wäre, er wäre auch locker drin gewesen», sagte Warnecke. «Aber ich habe das Rennen ein bißchen zerrissen. Es ist halt ein Alles-oder-Nichts-Spiel.» Enttäuscht kletterte Superstar Franziska van Almsick am Freitag aus dem Wasser. Einen Tag nach ihrem zweiten Platz über 100 m Freistil, mit dem sie sich neben Sandra Völker (Hamburg) für die EM qualifiziert hatte, mußte sie sich über 50 m Schmetterling in schwachen 28,27 mit dem fünften Platz begnügen. Am Samstag steht für die von einem hartnäckigen Schnupfen geplagte Berlinerin ihre Lieblingsstrecke 200 m Freistil auf dem Programm. Dann geht es um Alles oder Nichts. Die 50 m Schmetterling gewann Katrin Jäke aus Riesa in 27,67, der zweitbesten Zeit, die in diesem Jahr überhaupt auf dieser Strecke geschwommen wurde. Zum Abschluß des Tages holte sich Jäke in 2:10,18 auch noch die Meisterschaft über 200 m Schmetterling. Die 200 m Brust gewann Anne Poleska aus Krefeld (2:31,46) vor Simone Karn aus Heidelberg (22:31,82). Beide erfüllten damit ebenso die EM-Norm wie Hannah Stockbauer (Erlangen/8:35,91 Minuten) und die entthronte Titelverteidigerin Jana Henke (Potsdam/8:38,87) über 800 m Freistil. Über 100 m Schmetterling qualifizierten sich Sieger Christian Keller (Essen/53,90) und der zweitplacierte Neusser Thomas Rupprath (54,05) ebenso für Istanbul wie über 200 m Freistil der Magdeburger Aimo Heilmann in 1:50,04 Minuten und Stefan Pohl (Halle/1:50,26). 28.05.1999 17:11 MEZ Sächsischer Schwimm-Verband e.V., Marschnerstraße 29, 04109 Leipzig |