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Sandra Völker und Katrin Jäke überragend
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Leipzig. Erfahrung, Selbstvertrauen, Wettkampfhärte - Sandra Völker verkörperte bei diesen Titelkämpfen Tugenden, die sie auch bei den Europameisterschaften in Istanbul zum Superstar machen könnten. Viermal ging die Hamburgerin in Leipzig an den Start, viermal stieg sie als souveräne Siegerin aus dem Wasser, viermal erzielte sie dabei Weltklassezeiten. So auch gestern über 50 m Rücken, als die 25jährige in 29,07 Sekunden ihren eigenen Weltrekord nur um sieben Hundertstel verfehlte. "Schade, ich hatte insgeheim auf eine 28,99 gehofft", sagte sie lächelnd, "dennoch war's ein toller Test für Monaco." Dort will sie in 14 Tagen das in Leipzig Versäumte nachholen und in neue Dimensionen vorstoßen. Zuzutrauen ist ihr das, schließlich ist sie nach eigenem Bekunden noch ein gutes Stück von ihrer Bestform entfernt. Für Nationalmannschafts-Teamchef Winfried Leopold war's auch so schon "eine absolut überragende Vorstellung". Konnten die Völker-Festspiele noch erwartet werden, so verblüffte Katrin Jäke in ihrer Heimatstadt alle Experten und sich selbst. Überraschend klar dominierte die für Riesa startende Leipzigerin die Schmetterlingsstrecken und holte sich wie schon bei den ersten gesamtdeutschen Meisterschaften 1990 in München alle drei Goldmedaillen. "Damals hat das kaum einer mitgekriegt, aber diesmal stimmten auch die Zeiten", strahlte die 26jährige, die endlich dort angekommen ist, wo sie schon immer hinwollte: in der Weltspitze. In allen Disziplinen stellte sie persönliche Bestleistungen auf, gestern über 100 m gleich zwei: Im Vorlauf blieb sie in 1:00,81 erstmals unter der 61-Sekunden-Grenze, im Finale legte sie noch einmal zwei Zehntel zu und schlug in 1:00,61 an. Nicht alltägliche Steigerungsraten für eine Mittzwanzigerin, die Jäke auf hartes Training, ständiges Feilen an Technik und Rhythmus und nicht zuletzt auf ihre vielen Starts bei Weltcups zurückführt. "Ich habe immer gesagt, daß ich erst dann aufhöre, wenn ich mich nicht mehr steigern kann. Dieser Punkt ist längst noch nicht erreicht", meinte sie. Und so mag sie auch nicht ausschließen, daß sie nächstes Jahr in Sydney die 100 m unter einer Minute schwimmt. "Wenn ich in den Endlauf will, muß ich das wohl." Zuvor möchte sie sich aber einen anderen Wunsch erfüllen: "Bei der Europameisterschaft eine Medaille erhaschen." Oder auch drei.

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