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Jirka Letzin fährt zweigleisig und hat Erfolg
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Leipzig. Gut, daß sich Jirka Letzin zweigleisig vorbereitet hatte. Als es im Rückenschwimmen - seiner alten Liebe - nicht so recht lief, konzentrierte er sich kurzerhand auf Lagen. Und diese Trumpfkarte stach: Mit Rang zwei und egalisierter Bestzeit erlöste sich der Mann vom SCDHfK am Sonnabend über 200 m vom Nominierungsdruck. Mit dem EM-Ticket in der Tasche schwamm er dann gestern groß auf und sicherte sich Gold über 400 m. "Die Zeit über 200 Meter ist international mehr wert. Damit kann ich in Europa in den Endlauf kommen und bei einer Steigerung auch eine vordere Plazierung absichern", so der 28jährige, der unterm Strich mit seinem DM-Ergebnis zufrieden ist. Die Schwächen im Rückenschwimmen kann er sich jedoch nicht erklären: "Bis zum 200-Meter-Vorlauf am ersten Tag lief es wie seit Wochen im Training es sehr gut. Über 100 Meter habe ich dann das Finale abgemeldet, nachdem mir schon im Vorlauf die Beine schwer wurden", sagte der Sportstudent, der im Lagenschwimmen einmal mehr seine Ausgeglichenheit demonstrierte: InSchmetterling behielt er Tuchfühlung zurSpitze, in Rücken zog er nach vorn, inBrust verteidigte er seine Position. "Schwer war dann Kraul. Gegen Christian Keller konnte ich nur 25 Meter mithalten. Über 400 habe auf ich der vorletzten Bahn noch mal angezogen, damit Robert Seibt gar nicht erst Tuchfühlung aufnimmt. Das Publikum hat mir sehr geholfen", so der Ex-Rostocker. Letzins derzeitiger Betreuer Tino Weber machte die verpatzten 200 m Rücken dafür verantwortlich, daß Jirka auch über 50 und 100 m unter seinen Möglichkeiten blieb. Der Deutsche Meister bescheinigte gestern seinem Ex-Trainer Martin Schäfer hohe Anteile am Erfolg. Dennoch sieht es so aus, daß beide nach dreiwöchiger Unterbrechung ihre Zusammenarbeit nicht fortsetzen. Bis zurEM will Letzin mit seinem früheren Trainer Uwe Neumann zusammenarbeiten. Eine Vorentscheidung für einen Wechsel nach Riesa sei dies nicht.

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