STRATO Partner Programm

Zweiter Tag der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen stand im Zeichen der (Fast)-Lokalmatadorin
Jäke-Titel zehn und elf - garniert mit Weltklasse-Zeiten
Was ist neu?
Allgemein
Schwimmen
Synchronschwimmen
Wasserball
Wasserspringen
Masters
Breiten-, Freizeit-
Gesundheitssport
Lehrwesen
Schwimmbezirke
Links
Email

 

Leipzig. Katrin Jäke ist d i e deutsche Schmetterlings-Schwimmerin der 90er Jahre. Gestern setzte sie ihre Goldsammlung fort - und zwar mit persönlichen Bestzeiten im Weltklasse-Bereich: Ihre Siege über 50 und 200 m Schmetterling in 27,67 s und 2:10,18 min waren ihre nationalen Langbahn-Titel Nummer zehn und elf seit 1990. Über 200 m Schmetterling gelang dem Schützling von Uwe Neumann sogar der siebte Streich in Folge. Wir sprachen mit der 26jährigen, die für Riesa startet, aber nach wie vor in Leipzig wohnt.

Frage: Wie bewältigen Sie zwei Schmetterlings-Strecken an einem Tag?

Katrin Jäke: Zunächst war ich sauer, daß offenbar niemand mit einem Doppelstart gerechnet hatte. Bei vier Meisterschaftstagen kann man drei Schmetterlingsdisziplinen besser verteilen. Belastend war die kurze Mittagspause. Kurz vor um zwölf bin ich den letzten Vorlauf geschwommen, um 14 Uhr begann das Einschwimmen. Daß es dennoch so gut geklappt hat, liegt an meiner Wettkampfhärte. Ich bin bei vielen Meetings geschwommen, auch bei den Kurzbahn-Weltcups konnte ich mich an die Doppelstarts gewöhnen.

Woher kommt Ihre neue Stärke über 50 Meter?

Zum einen, weil wir zeitig aus demTrainingslager zurückkommen und genug Zeit haben, etwas für die Spritzigkeit zu tun. Die vielen Wettkämpfe und mehr Athletiktraining spielen auch eine Rolle. Außerdem nehme ich den Sprint nun ernster.

Sie wirkten nach den 400 m Lagen am Donnerstag sehr fertig?

Das war tatsächlich so, auf den letzten zwei Bahnen habe ich meine Beine nicht mehr gespürt, dafür das Laktat bis in die Fingerspitzen. Ich hatte ein wenig Angst, daß ich dabei zu viel Kraft gelassen habe. Aber ich war auch stolz, daß ich mich durchgebissen habe. Die Belastung nehme ich gern auf mich, damit ich mal über 200 Meter Schmetterling unter 2:10 Minuten komme.

Was fast schon passiert wäre...

Von der Zeit war ich total überrascht, ich hatte eher das Gefühl, um die 2:12 geschwommen zu sein. Bei der EM soll die Grenze dann fallen.

Wie schätzen Sie die Aussage von Franziska van Almsick ein, das deutsche Schmetterlings-Niveau sei international eher schwach?

Die Aussage hat mich angespornt. Wie schwach das Niveau ist, hat sie hier ja wohl am eigenen Leib gespürt.

Hat Sie der Start in Ihrer Heimatstadt beflügelt?

Zunächst war ich nicht begeistert, ich wollte schon aus Gewohnheit ins Hotel flüchten. Im nachhinein bin ich froh, meinen Eltern und vielen Freunden in der Halle einen schönen Nachmittag bereitet zu haben. Und daß ich die Beine abends im eigenen Bett hochlegen kann, ist auch okay.
EB

STRATO Partner Programm

bellnet - Webindex

back.gif (914 Byte)

Sächsischer Schwimm-Verband e.V., Marschnerstraße 29, 04109 Leipzig
Telefon: +49 (341) 980 93 11 / Telefax: +49 (341) 980 93 13

© by Thilo Brandenburg