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Völker kontra van Almsick
Die beiden Frauen stehen im Mittelpunkt der Schwimm-DM
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Gegensätzlicher könnten die Vorzeichen bei Deutschlands Schwimm-Stars kaum sein. Während Franziska van Almsick gesundheitlich angeschlagen und verunsichert ist, kommt Sandra Völker nach ihrem Titelgewinn bei der Kurzbahn-WM in Hongkong entspannt und voller Selbstbewußtsein zu den 111. Deutschen Meisterschaften von Donnerstag bis Sonntag nach Leipzig. Bei den Titelkämpfen, die gleichzeitig einzige Qualifikationschance für die Europameisterschaften Ende Juli in Istanbul sind, stehen die beiden Frauen wieder einmal im Mittelpunkt.

Gleich am ersten Wettkampftag kommt es in der Uni-Schwimmhalle zum ersten Mal seit 19 Monaten zum direkten Duell der beiden Weltmeisterinnen und Weltrekordlerinnen auf der prestigeträchtigen Strecke über 100 m Freistil. "Sicher ist es interessant, weil wir die großen Namen im Schwimmsport sind, genau wie Stich und Becker oder jetzt Kiefer und Haas im Tennis", sagt Sandra Völker, die auch über 50 m Freistil sowie 50 m und 100 m Rücken Favoritin ist. Völker: "Es ist nicht wichtig, ob ich Franziska schlage, mich interessiert nur meine Leistung."

Auch Franziska van Almsick suchte den Zweikampf um die deutsche Spitzenposition im Pool zu entschärfen. "Die 200 m Freistil sind mir am wichtigsten. Wie es auf den anderen Strecken läuft, muß man abwarten", sagte die Berlinerin, die in ihrer Vorbereitung auf die Meisterschaften durch eine schwere Erkältung nach der Rückkehr aus dem Höhentrainingslager in Mexiko weit zurückgeworfen wurde.

Es geht ihr "schon irgendwie ziemlich auf den Kranz, daß ich mir da wieder etwas eingefangen habe". Und: "Ich sollte mich wahrscheinlich dran gewöhnen, weil es ja wirklich immer so ist. Deswegen warte ich auch ab und bin da eigentlich ganz positiv", sagt Franziska van Almsick, "ich habe immer noch eine sehr gute Chance, mich für die EM zu qualifizieren. Eine gute Zeit müßte trotzdem rauskommen." Im Trainingslager in Mexiko hat sich die Berlinerin völlig verausgabt. "Irgendwie passieren solche Dinge schneller, wenn man am Leistungslimit ist, wenn es dann doch an den Kräften zehrt."

In Leipzig gibt es keine Schonzeit. Nur die ersten beiden Plätze berechtigen bei gleichzeitigem Erfüllen der Richtzeiten zur Teilnahme am Höhepunkt des Jahres in der Türkei. Einen Prominentenbonus wird es nicht geben. Schon wenige Stunden, nachdem der letzte Titel am Sonntag vergeben worden ist, wird der Kader für die Istanbul-Reise nominiert. dpa

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Copyright © Frankfurter Rundschau 1999
Dokument erstellt am 25.05.1999 um 20.45 Uhr
Erscheinungsdatum 26.05.1999

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