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Sandra Völker entthront Van Almsick Leipzig (dpa)
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Im Duell der deutschen Schwimmstars hat Sandra Völker Franziska van Almsick als Meisterin über 100 m Freistil entthront. Den Europarekord der «verschnupften» Berlinerin konnte die Hamburgerin zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften am Donnerstag in Leipzig aber nicht knacken.
In der Weltjahresbestzeit von 55,55 Sekunden war Kurzbahn-Weltmeisterin Völker als erste an Land. Franziska van Almsick, die seit einer Woche von einem hartnäckigen Schnupfen geplagt wird, mußte sich in 56,60 Sekunden mit Platz zwei begnügen, schaffte aber ebenfalls die Qualifikation für die Europameisterschaften Ende Juli in Istanbul. Dabei war sie eigentlich froh, überhaupt das Finale erreicht zu haben. Ihr Rekord liegt bei 54,57 Sekunden. Über ihre Lieblingsstrecke 200 m Freistil will die Weltmeisterin, Weltrekordhalterin und elfmalige Europameisterin am Samstag «ebenfalls das Ticket für Istanbul lösen. Ihre ganze Vorbereitung ist auf das große Ziel Olympia 2000 in Sydney zur Krönung ihrer großen Karriere ausgerichtet. Seit 19 Monaten begegneten sich Franziska van Almsick und Sandra Völker erstmals im direkten Duell wieder im Wasser. Die 25jährige Hamburgerin, die trotz aller Erfolge immer im Schatten des Superstars stand, ließ sich die seltene Chance zum Sieg über die Konkurrentin nicht nehmen. Jubelnd stieg sie aus dem Wasser. «Ich habe gesagt, wenn ich eine Schnapszahl schwimme, gebe ich einen aus», sagte Völker im Ziel, «mit dieser Weltjahresbestzeit sehe ich meine eigenen Erwartungen sogar noch etwas übertroffen.» Franziska van Almsick profitierte vom Pech Antje Buschschultes. Die Magdeburgerin war zwar in 56,01 Sekunden schneller, mußte aber wegen eines Frühstarts disqualifiziert werden. Dazu Franziska van Almsick: «Es ärgert mich schon ein bißchen, denn ich wäre gern regulär Zweite geworden.» Und: «Der Wettkampf hat gut begonnen. Daß Sandra Völker vorneweg schwimmen würde, war mir klar.» Antje Buschschulte stellte nur fest: «Es ist so ärgerlich, ich habe nur gezuckt.» Gleich zwei DSV-Damen lösten über die zum erstenmal seit 1991 wieder ausgetragenen 50 m Brust die Tickets für die Europameisterschaft. Janne Schäfer (Wolfsburg) siegte in 32,56 Sekunden vor Manuela Näckel aus Dortmund (32,90). Die 400 m Lagen gewann Annika Mehlhorn aus Baunatal in der EM-Richtzeit von 4:50,36 Minuten. Umjubelter erster Deutscher Meister der Titelkämpfe wurde der Leipziger Sven Guske in 23,39 Sekunden über 50 m Freistil der Männer. In Abwesenheit von Titelverteidiger Alexander Lüderitz (Berlin), der verletzt passen mußte, konnte Guske aber die Qualifikationsnorm für die EM (22,90) nicht erfüllen. EM-sicher zeigten sich die Männer über 400 m Freistil. Der Magdeburger Jörg Hünecke setzte sich dabei in 3:54,96 Minuten überraschend vor dem favorisierten Potsdamer Jörg Hoffmann (3:55,35) durch. Üner 100 m Brust der Männer qualifizierten sich Jens Kruppa aus Riesa (1:02,57) und der Essener Mark Warnecke (1:02,98) für die EM. Über 200 m Rücken verfehlte Sieger Sebastian Halgasch aus Leutzsch die Norm für Istanbul um eine Hundertstelsekunde.

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