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Warnecke auf Rekordjagd: «Es geht noch schneller»
Deutsche Meisterschaften in Leipzig: Franziska van Almsick fühlt sich auf dem richtigen Weg
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Rechtzeitig vor den Schwimm-Europameisterschaften Ende Juli in Istanbul präsentiert sich Mark Warnecke in Topform. Bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig schwamm der Essener gestern mit 27,73 Sekunden Deutschen Rekord über 50 Meter Brust.

Warnecke verbesserte dabei seine eigene Bestmarke um zwei Hundertstelsekunden. Jetzt will er den Weltrekord des Ukrainers Alexander Djaburia (27,61) knacken. «Ich denke, ich kann noch drei bis vier Zehntelsekunden abbauen», sagte er nach seinem Rekord. «Wenn ich geahnt hätte, daß ich so schnell sein würde, hätte ich nicht bei 35 Metern das Tempo rausgenommen. Ich habe die letzten Meter nicht mit voller Kraft durchgezogen.» Für das Finale, das nach Redaktionsschluß dieser Ausgabe entschieden wurde, kündigte der 29jährige Medizinstudent einen Weltrekord an.

In guter Form präsentierte sich auch Superstar Franziska van Almsick. Sie will sich nach ihrem zweiten Platz über 100 Meter Freistil auch über 50 Meter Schmetterling für die Europameisterschaften qualifizieren. Im Vorlauf erzielte sie mit 28,22 Sekunden die zweitschnellste Zeit. Schneller war in 27,98 Sekunden nur Katrin Jäke aus Riesa.

Das Verhältnis zu ihrer Hamburger Dauerrivalin Sandra Völker, die am ersten Meisterschaftstag in Jahresweltbestzeit über 100 m Freistil (55,55) das erste Glanzlicht der EM-Qualifikation in Leipzig gesetzt hatte und van Almsick auf den zweiten Rang verwies (56,60), hat die Berlinerin mittlerweile neu definiert: «Im Wasser sind wir Rivalen, und ich lasse es nicht zu, daß gesagt wird, ich hätte mich auf den kurzen Strecken Sandra Völker ergeben. Das ist definitiv nicht der Fall. Irgendwann gibt es noch einen Fight, und dann wird festgelegt, wer die Schnellere von uns ist. Im Moment ist sie die Schnellere, und das ist okay.»

Die Weltrekordlerin über 200 m Freistil (1:56,78) präsentiert in Leipzig neues Selbstbewußtsein und kündigt ihrer Rivalin Sandra Völker einen harten Kampf an: «Ich bin definitiv auf dem richtigen Weg, das weiß ich. Ich baue an meiner Erfolgspyramide. Schwimmen steht wieder im Mittelpunkt meines Lebens.»

Sandra Völker indes will nach ihrem Sieg über 100 m Freistil über 100 m Rücken den zweiten Titel. Im Vorlauf ließ sie noch der Magdeburgerin Antje Buschschulte den Vorrang. «Warum Kraft vergeuden», sagte Trainer Dirk Lange. Vorlaufschnellste über 200 m Brust der Frauen war die Krefelderin Anne Poleska in 2:35,69 Minuten.

Auf dem Weg zu seinem ersten Titel in Leipzig ist der Neusser Thomas Rupprath, der über 50 m Rücken der Männer 26,17 Sekunden vorlegte. Favorit über 100 m Schmetterling ist der Essener Christian Keller. Im Vorlauf war er in 54,64 Sekunden der Schnellste.

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