| Franzi klar
geschlagen Deutsche Schwimm-Meisterschaften in Leipzig: Über 100 Meter Freistil gewann Sandra Völker in Jahresweltbestzeit |
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Von Christoph
Fischer Das erste direkte Duell der deutschen Weltstars Sandra Völker (Hamburg) und Franziska van Almsick seit 19 Monaten endete mit dem fast erwarteten Sturz der Titelverteidigerin aus Berlin. In körperlicher Hochform bezwang Europameisterin Sandra Völker die durch eine Erkältung und Bronchialprobleme geschwächte Konkurrentin zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften in Leipzig in Jahresweltbestzeit von 55,55 Sekunden über 100 m Freistil klar und wurde zum zweiten Mal nach 1996 Meisterin in dieser Disziplin. Für Franziska van Almsick, die sich lediglich als Vorlauffünfte für das Finale qualifiziert hatte, blieb in akzeptablen 56,60 Sekunden in weiter Entfernung ihres Europarekords (54,57) der zweite Platz. Allerdings erst nach einer Frühstart-Disqualifikation der EM-Dritten Antje Buschschulte (Magdeburg), die in 56,01 vor der 21jährigen «Franzi» angeschlagen hatte. Die 56,60 sind exakt die Norm für die Teilnahme an der EM in Istanbul (22. Juli bis 1. August). «Das ist ein optimaler Auftakt der Meisterschaften. Ich habe vorher gesagt, wenn ich eine Schnapszahl schwimme, gebe ich einen aus», sagte die überglückliche Siegerin. «Es war klar, daß Sandra vorneweg schwimmt. Aber ich bin mit Rang zwei zufrieden, obwohl ich lieber regulär Zweite geworden wäre. Meine Konzentration gilt den 200 Metern, im Sprint bin ich eben schwächer. Da haben andere meine Position übernommen», meinte van Almsick. Ihr Trainer Gerd Eßer hatte bereits vor dem Rennen die Marschroute ausgegeben: «Die 200 Meter Freistil am Samstag sind wichtiger.» 200-m-Freistil-Weltrekordlerin van Almsick (1:56,78 Min.) will auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Sydney endlich wieder in diesen Bereich vordringen, und Leipzig soll diese Phase einleiten. «Sie war letzte Woche nervös, was bei ihr immer ein gutes Zeichen ist», sagte Manager Werner Köster zuversichtlich. Die früher so starken deutschen Kraul-Sprinter sind international derzeit allenfalls zweitklassig. Über 50 m Freistil siegte in Abwesenheit des verletzten Titelverteidigers Alexander Lüderitz (Berlin) der Leipziger Sven Guske in mäßigen 23,49 Sekunden - die EM-Norm liegt bei 22,90. Janne Schäfer (Wolfsburg) als Meisterin über 50 m Brust unterbot mit ihrer Siegerzeit von 32,56 die Norm (33,40) klar und schob sich an Position drei der Weltrangliste. Neuer Meister über 400 m Freistil wurde deutlich unter der EM-Richtzeit (3:56,30) der Magdeburger Jörg Hünecke in 3:54,96 Minuten vor dem schon 29 Jahre alten Weltmeister von 1991, Jörg Hoffmann (Potsdam/3:55,35). sid Sächsischer Schwimm-Verband e.V., Marschnerstraße 29, 04109 Leipzig |